Allgäuer Büble Festbier, für ein Helles ziemlich dunkel, ziemlich kräftig, ziemlich bierig. Schmeckt, krabbelt etwas zu viel auf der Zunge, ist im Bauch etwas Säuerung und mir ist das Bayrisch Hell lieber. Note 2
Bayrischer Kartoffelsalat mit Gurke. Eigentlich in Scheiben geschnitten, doch das verarbeitet und ißt sich einfach nur doof. In Würfel geschnitten klebt nix zusammen und wenn man die Kartoffeln schon gewürfelt kocht, sind sie auch fix gar und fertig zur Weiterverarbeitung. Ein bekömmlicher Kartoffelsalat ohne Majonäse, macht sich im Sommer besonders gut, egal ob zu Bratwurst, Spiegelei oder Steak! Die Vinaigrette besteht aus Gemüsebrühe, einen Eßlöffel Olivenöl, Essig je nach Vorliebe dazugeben,Zwiebeln und Petersilie. Die gekochten Kartoffelwürfel etwas abkühlen lassen, Pfeffer und Salz und die, bei mir halt geraspelte, Gurke drüber und dann die Vinaigrette dazugeben. Kann man kalt oder lauwarm servieren.
Zwiebelsoße mit Jagdwurst. Zwiebelsoße mit Jagdwurst und Kääääääääse! Wow! Etwa ein Drittel mehr Zwiebel als Jagdwurst, ein Klecks Butter und etwas Speck im Topf anbraten, Apfelstücke und Knoblauch dazugeben, weiter braten, Brühe reingießen, kochen bis die Zwiebeln weich sind, etwas Essig und Zucker dazu und den Käse reinhobeln. Ich habe Halbe-halbe gemacht, Parmesan und einen Hartkäse, letzterer macht die Soße cremig. Petersilie unterheben und mit Spirellis oder nach was Euch ist, servieren.
Fürst Wallerstein Zwickel. Plopp, Bügelflasche auf, es duftet nach Faßbrause. Im Glas ist die Farbe, die eines naturtrüben Apfelsafts, der Geruch wandelt sich in ein fruchtiges Etwas. Schmeckt irgendwie nach einem leichten Cola-Bier, also einem Diesel ohne VW-Abgasmanipulation. Ist dünn beim Genuß, ohne das negativ zu sagen, wenig Säure, dafür süffig, man kann es nicht festmachen. Als fürstlich würde ich es, wie in der Selbstdarstellung genannt, nicht bezeichnen, eher als Freunde-lasst-uns-draußen-trinken-Sommerbier. Dem kommt auch der geringe Alkohol von 4,9% entgegen. Note 2-
Hähnchenröllchen mit Apfel-Chutney gefüllt. Was exotisch klingt, ist es am Ende auch. Das leicht süß-saure Chutney verleiht den kräftig gewürzten Hähnchenschnitzeln eine ganz besondere Note. Nun ist das Hähnchenschnitzel nicht unbedingt das besonders dafür geeignet, Pute käme von der Festigkeit her besser, doch ich hatte nichts anderes da, als die Hähnchenschnitzel, einen sauren Apfel und eine Zitrone. Also vorsichtig plattiert und sanft gerollt! Das Fleisch wird mit Pfeffer, Salz und geräuchertem Paprikapulver gewürzt. Für das Chutney den Apfel in kleinste Stücke scheiden und mit dem Saft der Zitrone, etwas Balsamico und Honig, sowie Ingwer (frischer macht es noch etwas interessanter) und etwas Pfeffer in einem Topf unter ständigem rühren aufkochen und eindicken lassen. Dicken Klecks davon auf das Fleisch und aufrollen. Vorsichtig mit Zahnstochern zusammenhalten. In eine Frischhaltedose stecken und ab in den Kühlschrank. Zum Grillen habe ich mir eine schmiedeeiserne Pfanne genommen und darin die Röllchen mit geschlossenem Deckel gegrillt, so kann man es langsam und nicht zu heiß angehen. Es geht also auch auf dem Herd in der Küche, in Pfanne und mit Deckel. Als Dipp dazu kann ich meinen Möhren-Ingwer-Soße empfehlen.
Mariahilfer Bier von Kössel Bräu aus Eisenberg im Allgäu. Ein Halbdunkels Vollbier. Leuchtend bernsteinfarben, geschmacklich in Richtung Landbier. Wenig Säure, es schwebt im Mund oberhalb der Zunge (fragt mich nicht wieso, fühlt sich so an), schmeckt nach dem dritten Schluck wie Malzbonbon. Falsch kann man hier nichts machen, passt irgendwie. Note 2
Hacker-Pschorr Bräu GmbH aus München haut gerade ihr Oktoberfest Märzen auf den Markt. Bernsteinfarben mit einer schneeweißen Krone lächelte es mir entgegen. Nach dem ich die letzten Wochen eher Hell und Weißbier zugeneigt war, kam der erste Schluck heftig. Märzen halt. Malzig, leicht bitter kräftig und rund (die Brauerei nennt es mild). Nachdem mir wieder bewusst war, was ich da trinke, passte auch der zweite Schluck. Nur zum Wetter passt es nicht, bei 32 Grad im Schatten ist es etwas schwer, für den Oktober aber auf jeden Fall eine Empfehlung. Ich sag mal Note 2+
Es muss nicht immer Tomatensoße sein. Wie wäre es mit einer Möhren-Ingwer-Soße und dazu geräucherten Schafskäse, in dem Fall aus dem Allgäu? Hab sie etwas dicker gemacht, da ich sie zu Portugiesischen Grillkartoffeln als Dipp nehmen will. Zwiebel und Mohrrüben in einem Topf mit Butter anschwitzen und mit Ingwer, Kurkuma, gemahlenem Curry, Würzhonig, etwas Weißweinessig, Salz und Gemüsebrühe köcheln lassen. Wenn die Möhren weich sind, pürieren und nochmal auf dem Herd bist zum gewollten Grad einkochen lassen. Als Dipp serviere ich das dann Kalt und gebe den Käse in gehackter Form darüber. Zum Augen verdrehen lecker.