Da habt Ihr was entdeckt, wofür Ihr einen Rub braucht und hab keinen zur Hand? Geht ganz einfach und natürlich könnt Ihr variieren. Salz, Pfeffer und brauner Zucker muss sein. Dann empfehle ich geräuchertes Paprikapulver oder Paprikapulver scharf, Curry, Ingwer und Cayenne-Pfeffer. Alles vermengen und dann schön das Fleisch einreiben. Kann man sich ruhig einen kleinen Vorrat machen, hält ne Weile.
Hinter dem Türchen Nummer 5 verbarg sich heute Celebrator Doppelbock von der Brauerei Aying aus Bayern. Wie es riecht, wie es schmeckt? Kennt Ihr noch die Storck-Riesen-Werbung? „Einen Storck-Riesen bitte Frau Lange!“ Genau so! Wie Karamellbonbons mit dunkler Schokolade umhüllt. Ein Kaminbier! Lecker! Note 1
Nachdem sich mein neues Spielzeug hervorragend bei Probeläufen bewehrte, wurde es Zeit, den Sous Vide Garer dazu zu benutzen, wofür er gebaut wurde, zum sanften Garen von Fleisch und Gemüse. Rausgekommen ist ein perfektes Mahl, was ich so zu vor nicht gegessen hatte, Vanillehähnchen mit Honigmöhren. Das Hähnchen butterzart und die Möhren noch leicht bissfest, genau wie ich es mir wünschte. Am Abend zuvor habe ich die Hühnerbrüste mit etwas Olivenöl und gemahlener Vanille, sowie die Möhren mit etwas Butter und Honig vakuumiert und kühl gestellt. Da man Fleisch und Gemüse vor dem Servieren nochmal kurz in die Pfanne tut, kann man das Mahl schön vorbereiten. So kamen erst die Möhren bei 85 Grad für 25 Minuten in den Garer, danach für 100 Minuten bei 60 Grad die Hühnerbrüste. Beide Beutel lässt man im Anschluss etwas ruhen. Die gegarten Hühnerbrüste werden dann ringsum angebraten, erst dann grob gemahlenes Salz und Pfeffer darüber geben. Die Möhren entnimmt man dem Beutel und lässt sie in der Pfanne karamellisieren. Die Flüssigkeit im Beutel der Möhren verrührt man mit etwas Essig und einen Klecks Chillisoße und reduziert sie auf dem Herd. Mit gebuttertem Reis ein zarter Traum. Auch hier schreit es nach Wiederholung!
Im Übrigen funktioniert der günstige Garer recht gut, lässt Euch von niemandem erzählen, man muss immer das Teuerste kaufen. Beim Vakuumierer sollte man ein paar Euro drauflegen, der Unterschied zwischen einem 40€-Gerät in einem zwischen 70-100€ ist enorm. Wer Bedenken wegen der Umwelt hat, kann ja die Beutel auswaschen oder mit in den Geschirrspüler tun, so kann man sie mehrfach verwenden.
Die Überraschung des Abends! Erzgebirge kann Englisch! Zwönitzer Stout Craft Beer empfängt einen mit einem Duft von Kaffee, tiefschwarz im Glas könnte man es glatt für ein Guinness halten und in die Richtung schmeckt es auch, etwas mehr malzigsüß, etwas mehr karamellig. Boah, das einzige was fehlt, ist ein verräucherter Pub, wo man mit Freunden die Zeit todschlägt und Irish-Folk hört, so Pogues oder Dubliners. Sehr speziell, richtig gut und dann auch noch von um die Ecke, Note 1-
Wievielseitig so manches Küchengerät doch sein kann! Der Sous Vide Garer eignet sich nicht nur für Vakuumgaren, da man Zeit und Temperatur exakt einstellen kann, kann man ihn auch schön als Wasserbad verwenden. Stellen wir doch einfach mal unsere eigene Wurst her. In diesem Fall eine Garnelencurrywurst.
Dazu Garnelenschwänze kleinwürfeln und mit Eiweiß, Ingwer, Pfeffer, etwas Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. Diese auf einer Frischhaltefolie länglich ausbreiten und versuchen, eine Wurstform hinzubekommen, ich denke, im zweiten oder dritten Anlauf klappt das dann auch bei mir. Die Enden verknoten und bei 85 Grad, 20 Minuten ins Wasserbad legen. Danach die Wurst entnehmen, kurz abschrecken und abkühlen lassen. In der Zeit Kartoffeln in dünne Spalten schneiden, diese werden später in Rapsöl frittiert. Auch der Curry-Soße wendet man sich jetzt fix zu. Der aufwendige Weg wäre jetzt, aus Tomaten eine zu machen, ich habe es etwas abgekürzt und habe aus einfachem Ketschup und einer Chilisoße mit etwas Pfeffer und gemahlenem Curry eine hervorragende Soße hinbekommen. Schön aufköcheln lassen und bei Seite stellen. Weiter geht es mit der Garnelenwurst. Danske mir etwas dick geworden ist, habe ich sie, nach dem Auspacken, halbiert. Danach ging es ab in die Pfanne und sie wurde ringsum gebräunt. Wie bei jeder Currywurst wird sie nun in mundgerechte Stücke geschnitten und mit den Kartoffelstreifen und der Currysoße serviert, zuvor nochmal etwas Currypulver darüberstreuen. Ich mag die Soße lauwarm, kann aber jeder für sich halten, wie er will. Auf jeden Fall ist das Ergebnis ein Gedicht!
Kleine Vorspeise mit etwas Aufwand. Im Sous Vide Garer gegartes Ei auf gebratenen Champignons mit gebackenem Serrano-Schinken und in Olivenöl gebratener Brotscheibe. Die empfohlene Garzeit für das Ei ist etwa 5-10 Minuten zu lang, dadurch ist es einen Tick zu fest geworden, macht aber nix und beim nächsten Mal bin ich schlauer und gare es „nur“ 50 Minuten bei 63 Grad. Dann dürfte es auch zerlaufen, wenn es ins Glas kommt. Für meinen ersten Kontakt mit dem neuen Sous Vide Garer ist es doch voll gelungen, als nächstes kommen Meeresfrüchte und Hühnchen an die Reihe, langsam vortasten.
Das Dritte Türchen überrascht mit einem Hefeweizen aus Hessen. Gude Hefeweizen. Nachdem man die Lesebrille ausgepackt hat und die ganzen kleinen Kommentare auf den Etiketten gelesen hat, stellt man fest, man soll das Bier aus der Flasche genießen, es ist ein kleines Stück Hessen und jeder Schluck ist aus Liebe. Okay, ich hatte es schon im Glas, wer trinkt schon Weißbier aus der Flasche? Hessen verbinde ich eher mit Handkäs mit Musik, Frankfurter Grüne Soß und nem guten Wein. Es schmeckt zwar, doch ist es eher belanglos, die Flasche ist das Beste, sonst kommt es hier eher zu Durchschnitt und die Liebe vermisse ich total. Negativ kann man eigentlich nichts dazu sagen, des fehlt ihm nur irgendwie dieser Pepp, diese Frische, diesen Wiederekennungswert. Note 2-
Tür 2 auf und schwups, da lacht ein Jubiläumsbier! 500 Jahre Ingolstädter Reinheitsgebot! Herrnbräu Jubiläums-Sud. Beschreiben wir das mal so, als wäre es eine Frau. Wunderschöner Teint, verführerischer Duft, wunderschöner Kopf, süße Füße, doch die Brust fehlt. Klingt jetzt merkwürdig, ist aber so, irgendwas fehlt… Note 2-
Rums, das erste Türchen aufgerissen und ein Kirn Kellerbier aus dem Bieradventskalender entführt. Trüb und mit einem leichten Zitrusduft wird man empfangen und dann geht es schnell. Erfrischend, dünn, bitter und doch lecker, also etwas eigenartig. Note 2-
Putenkeule aus dem Dutch Oven. Keule waschen, trocken tupfen und mit Pfeffer und Salz würzen, danach mit Honig-Senf-Soße einreiben und in ausreichend Fett anbraten. Das war schon der schwerste Teil des Gerichts! Jetzt einfach das Suppengrün und die Kartoffel dazugeben, kurz braten lassen und mit Weißbier und Brühe aufgießen. Deckel mit Kohlen belegen und damit den Topf verschließen. Ich habe 2/3 der Kohlen nach unten gelegt. Nach 1,5 Stunden ist alles fertig und das Fleisch fällt vom Knochen. Kartoffeln und Gemüse aus der Bierbrühe fischen und zum Fleisch legen, etwas Bierbrühe abschöpfen und wer will, daraus eine leckere Soße zaubern. Einfach, schnell, günstig, sättigend und wahnsinnig lecker!