Chicken Tikka masala

Chicken tikka masala mit Porree-Risotto
Chicken tikka masala mit Porree-Risotto

Chicken tikka masala. Britisch-Indisches Currygericht, was einen geschmacklich zwischen britischer Bärenfellmütze und indischen Dastar setzt. Leider hatte ich nur Pute da, die geht aber auch und wird gewürfelt in Joghurt, Zitronensaft und Chicken-tikka-masala-Gewürz eingelegt. Ich habe das Glück, Freunde zu haben, die mit solche Würzmischungen von ihren Auslandsreisen mitbringen, natürlich kann man sie auch selber herstellen. Nach 20 Minuten ziehen lassen, wird das eingelegte Fleisch mit Zwiebeln in Öl angebraten (original wird gegrilltes Hähnchen genommen), ein paar halbierte Cocktailtomaten und gehackte Tomaten dazu und etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis alles schön eingedickt ist. Als Beilage habe ich mich für Porree-Risotto entschieden, was sich als Glücksgriff herausstellte. Alles zusammen in ein Schüssel geben und mit Koriander und Petersilie bestreuen und sich verzaubern lassen.

Vindaloo-Curry

Vindaloo-Curry
Vindaloo-Curry

Vindaloo-Curry. Portugiesen brachten es aus Goa mit nach Europa. Diese bereiteten es auch mit Schweinefleisch zu und nicht mit Geflügel. Vindaloo ist auch ein Bestandteil der britischen Küche geworden, hier, wie in Portugal, ein Mitbringsel aus der Kolonialzeit. Ich bin zwischen dem indischen Subkontinent und Europa hin und her getanz und hab Putenbrust und Schweinelende verwendet, die ich beide gewürfelt und in Olivenöl angebraten habe. In einer zweiten Pfanne habe ich Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl leicht gebräunt und dann eine Gewürzmischung aus Paprikalpulver, Senfpulver, Kümmel, gemahlene Chili, Pfeffer, Salz, Ingwer, Kurkuma, braunem Zucker und Zimt dazu gegeben und kurz durchgeschwenkt. Nun noch Weißweinessig (ich habe Creme verwendet) und eine scharfe Chilipaste untergerührt. Bereit für die Kokosmilch, reingegossen und kurz aufgekocht, gehackte Tomaten dazu und wieder aufkochen und dann zehn Minuten köcheln lassen. Nun das angebratene Fleisch dazu und sich Zeit lassen, bis das so weich ist, wie man es möchte. Zum fertigen Curry passt alles, vom Toast über Reis, bis zu angebratenen Kartoffelstücken. Wohl bekomm’s!

Lendencurry aus der Tajine

Schweinelendencurry aus der Tajine
Schweinelendencurry aus der Tajine

Schweinelendencurry aus der Tajine. Schon ein wenig krass, dafür aber richtig geil! Da ich nur im Besitz eines überdimensionierten Römertopfs bin, musste die Tajine dran glauben. Ist ja im Prinzip nur eine nordafrikanische Ausführung des Römertopfes. Schinkenspeck in dünne Scheiben schneiden und auf dem Boden verteilen, Zwiebelringe darüber und da drauf die gewürfelte Lende. Für den fruchtigen Anteil sorgt eine Kaki. Um alles miteinander zu verbinden, hab ich eine Soße angerührt, die aus Rotwein, Milch, Schmelzkäse und Curry-Ketschup besteht, nur noch etwas Penne all‘ Arrabbiata Gewürzmischung darunter gerührt, aufgekocht, verquirlt und in die Tajine gegeben, Deckel drauf und ab ging es in den Backofen für fast eine Stunde bei 180 Grad Umluft. Habe diesen Weg gewählt und es nicht auf dem Herd gemacht, weil mir etwas die Zeit davongerannt war. Auf dem Herd hätte es eine halbe Stunde länger gedauert. Aufregend, was am Ende rauskam, fruchtig, säuerlich, herzhaft… immer neue Richtungen gab das Essen vor.