Kommentar vom Mittester: „Das darf sich einfach nicht Bier nennen.“ Okay, ist es auch nicht, ist n Kölsch! Gelbes, sprudelndes Nichts mit einer nichtssagenden Hopfenandeutung im Abgang. Peters Kölsch kann man als Biertrinker außerhalb Kölns nicht greifen und nicht bewerten, tut mir leid, wir wissen nicht, was man hier geben kann.
Panierter Handkäs mit Musik und gebratenen Bärlauchkartoffelknödelscheiben und angebratenen Roggenbrötchenstreifen.
Den Handkäse panieren und rundum bräunen, frische Zwiebelwürfel und einen Schluck Kräuteressig dazu und schon fertig. Die Knödel einfach in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden und schön in Butter anbraten.
Kartoffelknödel bayrischer Art. Da ich weder Kartoffeln, noch Speisestärke aus Bayern verwendet habe, „Bayrische Kartoffelknödel halb und halb“ aber geschützt ist, sind es halt meine Kartoffelknödel, die ich noch mit getrocknetem Bärlauch versetzt habe. Für den Teig habe ich die Hälfte der Kartoffeln gekocht und die andere Hälfte roh gerieben. Die rohen, geriebenen Kartoffeln ausquetschen, damit soviel Flüssigkeit wie möglich abgeht. Die gekochten Kartoffeln mit der Gabel zerquetschen und zu den geriebenen Kartoffeln geben, ein Ei dazu, Pfeffer, Salz, Muskatnuss und den Bärlauch unterheben und langsam Speisestärke dazugeben. Immer wieder schön durchkneten. Solange Speisestärke zugeben bis der Teig nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Danach Bälle formen und in sprudelndes Salzwasser geben. 20 Minuten köcheln und sechs Minuten danach noch ruhen lassen. Bei mir gab es dazu eine scharfe Soße aus eingekochten Pfirsichen, Tomaten, Chili-Sauce und Balsamico. Als Fleischbeilage ein gegrilltes Rindersteak.
Die können auch Dunkel! Mit dem König Ludwig Dunkel kann man nichts verkehrt machen! Der Biertrinker kommt auf seinen Geschmack und wer es lieber etwas süßlicher mag, hat auch seine Freude daran. Rotbraun schimmert es im Glas und seine Blume erinnert an das Crema eines Espressos. Die Nase wird mit malzigen Röstaromen verwöhnt und der Antrunk gestaltet sich mit einer malzigen Süße und dem Gefühl von Frische und etwas Dickflüssigem. Im Abgang bekommt man dann einen leichte herbe Note verpasst, der Hopfen meldet sich da zurück. Man trinkt also wirklich Bier. Zusammengefasst kann man es als Eichpunkt nehmen und alle anderen müssen oder können sich an ihm messen. Einstimmig eine Note 1-
Rührei mit Zwiebel und Jagdwurst im Baguette. Man fragt sich, warum man das nicht öfter macht. Zwiebeln und Jagdwurst würfeln und mit etwas Olivenöl in die Pfanne geben und bräunen. In der Zwischenzeit Ei verquirlen und mit Curry, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern verrühren, etwas Milch dazu und in die Pfanne zu den Zwiebeln und der Wurst gießen, Herd ausstellen und mit der Restwärme und unter ständigem Rühren das Ei stocken lassen, aufpassen, dass es nicht trocken wird! Im Anschluss auf die untere Baguettehälfte geben, Cheddar auflegen und etwas Chilli-Kren-Sauce darauf verteilen, obere Hälfte dazu und schmecken lassen!
Zum Glück haben wir das schon ein paar mal erlebt, was frisch gezapft aus dem Fass so richtig gut schmeckt, muss das nicht zwangsläufig aus der Flasche tun. Mit viel Vorschusslorbeeren von der edlen Spenderin bedacht, die es auf einem Fest trank, fand es den Weg in unsere Gläser, eben aber über den Umweg Flasche. Und genau da scheint der Fehler zu liegen. Auch mit verschiedenen Gläsern ist nicht wirklich ein festlicher Geschmack aus dem Franken Bräu Festbier zu kitzeln. Der Genuss will einfach nicht aufkommen, es bleibt nur ein Durstlöscher mit einer etwas bitteren Hopfennote, da kann auch die goldene Farbe des Biers aus Mitwitz nichts dran ändern. Eine traurige Note 3-
Ein Bier, wie der Namensgeber, ein wenig tuffig, ein wenig tuntig, etwas blass, trotzdem ein wenig männlich, sympathisch. Man riecht ein wenig Ananassüße ohne Säure und so schmeckt es auch, ohne dabei Hopfen und Malz zu verleugnen. Es ist unaufdringlich und sehr süffig, irgendwie passend, um beim Wirt an Bayrischen Museum der Könige zu sitzen und im Biergarten mehrere davon mit Freunden zu trinken. Auch wenn sicherlich der Urlaub im Allgäu noch nachwirkt und hier eine kleine Beeinflussung entstanden ist, es gibt eine neutrale weißblaue Note 1-.
Ein Pils, was ein Helles sein will oder dann doch ein Radler? Distelhäuser Pils, sehr hell im Glas, heftig im Geruch, der Antrunk etwas dünn, süffig und eben wie ein Helles, nach einer Weile schmeckt man urplötzlich Zitrone und Hopfen, eben wie ein Radler. Was soll man da geben? Fürs Hell eine 3, fürs Radler eine 2, fürs Pils am Ende eine Note 2-.
Nur Bratwurst und Steaks grillen wird eigentlich irgendwann langweilig. Dazu majonäsetriefenden Kartoffelsalat, einfach nur gääääähn. Drei Tomaten, saure Gurken und n Klecks Ketschup…bin gerade eingeschlafen. Ich, als bekennender Fleischliebhaber, drehe den Spieß einfach mal um. Fenchel, Zwiebel, Champions und Tomaten mutieren zum Hauptteil, Kartoffeln und Bratwurst werden zur Beilage. Einfach das Gemüse würfeln und je nach Geschmacksempfinden würzen, ich nahm Sojasauce, Balsamico, Knoblauch, Curry, geräuchertes Parikapulver, Pfeffer, Salz und Kräuter, alles zusammen, mit etwas Olivenöl in eine schmiedeeiserne Pfanne geben und ab auf den Grill, parallel zu den Bratwürsten und den vorgekochten Kartoffelhälften. Sind die fertig, einfach auf das Gemüse legen und warten, bis dieses fertig gegart ist. Wetten, schindet Eindruck bei den Mädels. Grins!