Wer hätte das gedacht, mein Weihnachtskalender spuckt ein Bier aus dem Norden aus und es ist weder herb noch typisch nordisches Pils. Barre Pilsener aus der Privatbrauerei Ernst Barre ist ein weiches, leckeres, süffiges Bier, was sicherlich einem Pils-Freund nicht unbedingt zusagt, von mir bekommt es eine Note 1-.
Tomatenhühnerkeulen. Ist mal wieder was für kurzentschlossene Mitmenschen. Hühnerkeulen mit Kräutersalz, geräuchertem Paprikapulver, Pfeffer und Knoblauch einreiben, anbraten, Zwiebeln, Tomatenmark und getrocknete Steinpilze dazugeben, weiterbraten und mit gehackten Tomaten zum Köcheln bringen, etwas Brühe dazu, einen Rosmarinzweig hinein und ab damit in die Backröhre für 45 Minuten und bei 200 Grad. Die Keulen hin und wieder wenden. Fertig und saulecker!
Schweinebraten nebenbei. Vorm Frühstück Fleisch gewürzt und Feuerstelle angeworfen, nach dem Frühstück war sie schön glühend, Topf drauf und Schweinebraten angebraten, das Gemüse dazu und mit gebraten, Bier drüber, reduzieren lassen, geht schnell bei der Hitze im Topf, mit Brühe aufgegossen, Deckel drauf, nicht ganz zwei Stunden später ist der Braten fertig und butterweich. Zum Marinieren habe ich eine sehr scharfe Chilisoße, eine Honig-Senf und für den Räuchergeschmack eine BBQUE-Grill-Buchenholz-Soße, sowie Pfeffer, Salz, Knoblauch geräuchertes Paprikapulver, noch nen Klecks Honig und Senf genommen. Liegt jetzt alles in einem ganz normalen Kochtopf und muss heute Abend nur kurz erwärmt werden. Vollständige Mahlzeit mit allem was dazugehört.
Wieder ein Türchen geöffnet und ein Bücher-Bräu Bärengold empfangen. Bei Böhmisch Gebraut hatte ich sofort eine Bitternote auf der Zunge, doch ich sollte mich irren. Gummibärchengold schimmert der Stoff im Glas und die Nase atmet Pilsener, doch man schmeckt leicht fruchtig und etwas Kellerbier, alles sehr harmonisch und durch wenig Sprudel auch noch sehr süffig. Note 2
Da habt Ihr was entdeckt, wofür Ihr einen Rub braucht und hab keinen zur Hand? Geht ganz einfach und natürlich könnt Ihr variieren. Salz, Pfeffer und brauner Zucker muss sein. Dann empfehle ich geräuchertes Paprikapulver oder Paprikapulver scharf, Curry, Ingwer und Cayenne-Pfeffer. Alles vermengen und dann schön das Fleisch einreiben. Kann man sich ruhig einen kleinen Vorrat machen, hält ne Weile.
Hinter dem Türchen Nummer 5 verbarg sich heute Celebrator Doppelbock von der Brauerei Aying aus Bayern. Wie es riecht, wie es schmeckt? Kennt Ihr noch die Storck-Riesen-Werbung? „Einen Storck-Riesen bitte Frau Lange!“ Genau so! Wie Karamellbonbons mit dunkler Schokolade umhüllt. Ein Kaminbier! Lecker! Note 1
Nachdem sich mein neues Spielzeug hervorragend bei Probeläufen bewehrte, wurde es Zeit, den Sous Vide Garer dazu zu benutzen, wofür er gebaut wurde, zum sanften Garen von Fleisch und Gemüse. Rausgekommen ist ein perfektes Mahl, was ich so zu vor nicht gegessen hatte, Vanillehähnchen mit Honigmöhren. Das Hähnchen butterzart und die Möhren noch leicht bissfest, genau wie ich es mir wünschte. Am Abend zuvor habe ich die Hühnerbrüste mit etwas Olivenöl und gemahlener Vanille, sowie die Möhren mit etwas Butter und Honig vakuumiert und kühl gestellt. Da man Fleisch und Gemüse vor dem Servieren nochmal kurz in die Pfanne tut, kann man das Mahl schön vorbereiten. So kamen erst die Möhren bei 85 Grad für 25 Minuten in den Garer, danach für 100 Minuten bei 60 Grad die Hühnerbrüste. Beide Beutel lässt man im Anschluss etwas ruhen. Die gegarten Hühnerbrüste werden dann ringsum angebraten, erst dann grob gemahlenes Salz und Pfeffer darüber geben. Die Möhren entnimmt man dem Beutel und lässt sie in der Pfanne karamellisieren. Die Flüssigkeit im Beutel der Möhren verrührt man mit etwas Essig und einen Klecks Chillisoße und reduziert sie auf dem Herd. Mit gebuttertem Reis ein zarter Traum. Auch hier schreit es nach Wiederholung!
Im Übrigen funktioniert der günstige Garer recht gut, lässt Euch von niemandem erzählen, man muss immer das Teuerste kaufen. Beim Vakuumierer sollte man ein paar Euro drauflegen, der Unterschied zwischen einem 40€-Gerät in einem zwischen 70-100€ ist enorm. Wer Bedenken wegen der Umwelt hat, kann ja die Beutel auswaschen oder mit in den Geschirrspüler tun, so kann man sie mehrfach verwenden.
Die Überraschung des Abends! Erzgebirge kann Englisch! Zwönitzer Stout Craft Beer empfängt einen mit einem Duft von Kaffee, tiefschwarz im Glas könnte man es glatt für ein Guinness halten und in die Richtung schmeckt es auch, etwas mehr malzigsüß, etwas mehr karamellig. Boah, das einzige was fehlt, ist ein verräucherter Pub, wo man mit Freunden die Zeit todschlägt und Irish-Folk hört, so Pogues oder Dubliners. Sehr speziell, richtig gut und dann auch noch von um die Ecke, Note 1-
Wievielseitig so manches Küchengerät doch sein kann! Der Sous Vide Garer eignet sich nicht nur für Vakuumgaren, da man Zeit und Temperatur exakt einstellen kann, kann man ihn auch schön als Wasserbad verwenden. Stellen wir doch einfach mal unsere eigene Wurst her. In diesem Fall eine Garnelencurrywurst.
Dazu Garnelenschwänze kleinwürfeln und mit Eiweiß, Ingwer, Pfeffer, etwas Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. Diese auf einer Frischhaltefolie länglich ausbreiten und versuchen, eine Wurstform hinzubekommen, ich denke, im zweiten oder dritten Anlauf klappt das dann auch bei mir. Die Enden verknoten und bei 85 Grad, 20 Minuten ins Wasserbad legen. Danach die Wurst entnehmen, kurz abschrecken und abkühlen lassen. In der Zeit Kartoffeln in dünne Spalten schneiden, diese werden später in Rapsöl frittiert. Auch der Curry-Soße wendet man sich jetzt fix zu. Der aufwendige Weg wäre jetzt, aus Tomaten eine zu machen, ich habe es etwas abgekürzt und habe aus einfachem Ketschup und einer Chilisoße mit etwas Pfeffer und gemahlenem Curry eine hervorragende Soße hinbekommen. Schön aufköcheln lassen und bei Seite stellen. Weiter geht es mit der Garnelenwurst. Danske mir etwas dick geworden ist, habe ich sie, nach dem Auspacken, halbiert. Danach ging es ab in die Pfanne und sie wurde ringsum gebräunt. Wie bei jeder Currywurst wird sie nun in mundgerechte Stücke geschnitten und mit den Kartoffelstreifen und der Currysoße serviert, zuvor nochmal etwas Currypulver darüberstreuen. Ich mag die Soße lauwarm, kann aber jeder für sich halten, wie er will. Auf jeden Fall ist das Ergebnis ein Gedicht!