Da ist eine kleine Scheibe Schweinenacken bei den Vorbereitungen für’s Abendessen übrig geblieben, schon mit einem Tennessee-Rub versehen, die konnte ich doch nicht liegen lassen. Also kleingeschnitten knusprig gebraten und ab auf’s Brötchen, Käse drüber, Spiegelei beidseitig gebraten obenauf, BBQUE Grill & Buchenholz drüber und einfach nur glücklich sein!
Naßdampf Schwarzbier ist so ein bisschen Touristennepp aus dem Harz, zwei Euro für 0,33 Liter ist schon heftig. Aber ein schönes Mitbringsel ist es allemal. Hinter der Sonderabfüllung verbirgt sich ein Neunspringer Schwarzbier, welches moccadunkel im Glas schimmert. Riechen tut es wie ein Schwarzbier, schmecken tut es auch so, wenn auch mit einer gelungenen Malznote, die einen Hauch Karamell mit sich führt. Im Abgang wird es dann leider etwas flach, der ist irgendwie lieblos geraten. Süffig, läuft, Note 2-
Hach ja, da will man mal direkt was aus dem Kochbuch nehmen, in dem Fall aus „Sachsen tafelt auf“, fein der Bedienungsanleitung folgen und was ist, man ist beim Einkauf noch viel zu müde, rennt an allem vorbei, was man eigentlich dafür einkaufen wollte und wenn man dann am Sonntag in der Küche steht, stellt man fest, jetzt ist es zu spät… also passiert genau das, was ich auf meiner Seite rüberbringen will. Holt Euch Ideen, legt das Kochbuch beiseite und kocht mit Herz und Bauch! Nehmt was Ihr habt, traut Euch zu verändern und macht einfach! Meine gefüllten Kohlrabis sind auch ohne Schinken und frische Tomaten geworden, weg mit geriebenen Käse, Cheddar-Scheiben umhüllen den Kohlrabi, wenn er im Ofen backt und Salami geht halt auch einfach gut zum Abdichten der Füllung. Würde ja sagen, so hätte der Kohlrabi Platz eins und nicht Platz zwei belegt, doch ich bin ja die Bescheidenheit pur und genieße heimlich, still und leise! Grins!
Hüftsteak vom Rind. Angelehnt an argentinischer Art, natürlich wieder auf meine Weise. Aus Himbeerbalsamico, Olivenöl, Chilisoße, Weißweinessigcreme, Knoblauch- und Zitronenpfeffer, getrocknetem Salbei und einem Lorbeerblatt eine Marinade rühren, damit die Steaks einmassieren und etwas Ruhe gönnen. In einer gußeisernen oder schmiedeeisernen Pfanne scharf von beiden Seiten anbraten und die Steaks im Anschluss zehn Minuten ruhen lassen. Danach sind sie perfekt rosa in der Mitte. Dazu Kartoffelpuffer reichen, genial! Die Süße vom Himbeerbalsamico harmoniert hervorragend mit der Schärfe der Chilisoße, ohne dabei den Fleischgeschmack zu überdecken!
Kartoffelpuffer wie von Oma. Kartoffeln und Zwiebel reiben, Pfeffer, Salz und süßes Paprikapulver dazu, ein bisschen Mehl zum binden und alles fein vermengen. 15 Minuten ziehen lassen. Butter und Öl in eine Pfanne geben, pro Puffer einen Esslöffel „Teig“ in die Pfanne geben und platt reiben. Nach einer Weile wenden und zu Ende braten. Allein oder als herzhafte Beilage zum Rindersteak ein Genuss!
Jeder kennt das, für irgendein Gericht braucht man Frühlingszwiebeln, nur ein paar, doch das Bund ist groß und das Grün so saftig, noch zwei Tage gewartet , fliegt es in die Biotonne. Schade drum. Innerhalb kurzer Zeit kann man daraus auch eine Vorspeise oder einen Hauptgang zaubern. Je nachdem was man da hat, tut man noch Pilze und Knackwurst mit anbraten, bevor man das Mehl mit anschwitzt und Brühe aufgießt. Aufkochen und dann Hitze reduzieren und den Schmelzkäse unterrühren. Zum Servieren etwas getrocknete Petersilie oben drauf geben, die ist so leicht, sie bleibt obenauf und sieht einfach nur umwerfend aus.
Keine Angst, wird ne kurze Beschreibung vom KLÁŠTER Premium. Es riecht aus der Flasche wie wie feuchter Kuhfladen auf Alpwiese mit Kräutern. Schmeckt malzig. Mehr gibt es nicht zu sagen, Tschuldigung. Note 3-, weil es könnte noch schlimmer sein.
Damit ich nicht abhebe und mir auch keiner vorwerfen kann, ich mache nur Schickimicki, gibt’s heute Bratkartoffeln. Bitte, bitte, nicht die Packung aus dem Kühlregal nehmen! Hab es heute extraeinfach gemacht, Kartoffeln geschrubbt, fast gar gekocht und ohne zu schälen in Scheiben schneiden und dann mit gaaaaaaaaaaanz viel Zeit, langsam braten, nach und nach die restlichen Zutaten unterheben und mitbraten. Ein drüber und runter vom Herd. Zum Schluss das Grün von den Frühlingszwiebeln drüber streuen, fertig. Natürlich habe ich Miniknackwürste verwendet, wenn ich schon mit lauter Knackwürsten in der Zeitung abgebildet werde.
Nochmals möchte ich erwähnen, Bratkartoffeln brauchen sehr viel Zeit, das ist nicht huschhusch gemacht, dann schmecken sie nicht.
Also nee Leute, was macht Ihr da in Tschechien nur? Ne Burg auf’s Etikett malen hilft nicht mal in Deutschland um aus einem schlechten Bier, ein besseres zu machen. Das ist wie mit dem lauten Auspuff unter einer Schrottkarre, es bleibt eine Schrottkarre mit lautem Auspuff. Vévoda Vysoký Chlumec macht optisch Appetit auf mehr, doch schon beim Eingießen merkt man, das wird nix, der Schaum löst sich in rasender Geschwindigkeit auf , es riecht nach nichts und wie ein Pilsener schmeckt es auch nicht. Es schmeckt wie frisch aufgebohrtes Amalgan beim Zahnarzt und eigentlich wartet man nur darauf, dass irgendwer sagt: „Und jetzt spülen wir mal schön!“. Leute, nee, das habe ich nach so nem Dienst nicht verdient, ich hole mir mal fix ein Tegernseer Hell aus dem Keller. Note 5-
Ist es nun noch Bier oder ist es Glühwein oder liegt es irgendwo dazwischen. Also, laut Zutatenliste ist Bier drin, gut. Holundersaft ist auch drin, aha. Und jetzt kommt’s, man kann es warm wie kalt genießen, soso. Kalt riecht und schmeckt es wie Süßkirschsaft von eingekochten Süßkirschen, erwärmt empfängt die Nase Weihnachtsmarktglühweingeruch und es schmeckt wie eine Mischung aus Kirschsaft und Glühwein. Das erste Störtebecker was schmeckt, wenn auch nicht nach Bier. Note 2+