Wenn es mal wieder schnell gehen muss und der Tag lang wird und keine Zeit für Pausen ist, hilft eine ordentliche Basis, da durchzukommen. Dauert keine zehn Minuten in der Vorbereitung. Zwiebeln und Wurst/Würstchen schneiden und anbraten, verquirltes Ei darüber gießen und vom Herd nehmen, die Hitze der Pfanne reicht aus, um es zum Stocken zu bringen, Käse darüber verstreuen und nebenbei Salbeiblätter frittieren. Kleine Tomaten und Weintrauben ergänzen das Ganze, fertig. Auf in den Tag!
Was soll man machen, da lagen zwei Kilo Schweinenacken und ich kam heute Morgen nicht daran vorbei. Was für eine Freude, dieses Fleisch, es schmeckt schon gedanklich, da hat man den Bacon noch nicht mal ausgelegt! Hab diesmal für mein Schichtfleisch zweierlei Rubs verwendet, einmal mediterran und einmal Chorizo-Style. Das Fleisch habe ich in drei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten und in der Höhe halbiert, dann jeweils die Hälften mit dem einen und dem anderen Rub gewürzt und abwechselnd in den, mit Bacon ausgelegten, Topf getan, in die Zwischenräume kamen Zwiebeln und Paprikastücke. Ist man mit dem Schichten fertig, wird alles mit Bacon abgedeckt und mit BBQ-Sauce übergossen. Deckel drauf und ab aufs Feuer, so für knapp drei Stunden, dabei gilt, nicht viel hilft viel, sondern eine kontrollierte und gleichbleibende Hitze ist dafür super geeignet. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man nach Ablauf der Zeit den Deckel hebt und diesen Duft einatmen darf!
Ein bisschen Urlaubsflair in den Morgen zaubern, ein bisschen Hotelatmosphäre versprühen. Rührei mit gebratenem Bacon und Igelschnuffelschnäutzchenwürstchen.
Ich nehme noch einen Cappuccino…
Rumänischer Grillpaprika. Dazu ganze Paprika auf den Grill legen und immer wieder drehen bis die Haut Blasen schlägt bzw. stellenweise schwarz wird. Danach die Paprika abkühlen lassen und mit einem Messer häuten und in Stücke schneiden und in eine verschließbare Schüssel geben. Zum marinieren Rapsöl, Weißweinessig, Dill, Pfeffer und Salz verrühren ich ne über die Paprika geben. Im Kühlschrank ist das dann eine Weile haltbar, sollte was übrig bleiben. Probiert meine Möhrenmajonäse dazu, Ihr geht krachen!
Armenische Grillkartoffelspieße mit Zwiebel ergänzt. Dazu kleine Kartoffeln halbieren und fast garkochen. Danach eine halbe Kartoffel auf einen Spieß schieben, dann kommt eine, zuvor mit süßem Paprikapulver gewürzte, Scheibe Speck und Zwiebel und dann die andere Kartoffelhälfte… Sind die Spieße fertig, kommt Olivenöl, Pfeffer und Salz darüber. Kann man schön vorbereiten. Den Grill ordentlich Dampf geben und unter wenden die Kartoffeln bräunen.
Möhrenmajonäse, die ideale Ergänzung bei Fisch, Grillgemüse und Grillkartoffeln. Dazu eine große Kartoffel und eine große Mohrrübe würfeln und weichkochen, im Anschluss pürieren und dabei Knoblauch, grobes Salz, Dill, Zitronensaft und Weißweinessig dazugeben. Ist es alles eine schöne Masse, langsam das Olivenöl eintröpfeln, bis alles die Konsistenz einer Majonäse hat.
Australische Tintenfischsteaks sind doch mal was Exklusives auf dem Grill. Dazu habe ich die Tintenfischtuben geteilt und rautenförmig eingeritzt und mariniert. Für die Marinade habe ich Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Pfeffer, Salz und ordentlich viel Dill miteinander vermischt. Über die Steaks gekippt, zog die Marinade für ein paar Stunden im Kühlschrank ein. Beim Grillen muss man fix sein, ordentlich Hitze und dann so schnell es geht Farbe auf die Steaks. Braucht es zu lange, werden sie fest und das will ja keiner. Dazu habe ich armenische Grillkrtoffeln und rumänische Grillpaprika und eine Möhrenmajonäse serviert. Man hat das Gefühl, man sitzt auf einer Terrasse am Meer!
Kloster Scheyern Weisse Hell. Kurz die Nase ins Glas…fruchtig, schon mal gut! An die Lippen in den Mund, ja! Lecker, fruchtig, spritzig, am liebsten noch eins. Nun liegt die Messlatte für Weißbier verdammt hoch, doch mithalten kann es locker. Ich habe es schon mal im Winter getrunken, war schon damals zufrieden, es passt also in jede Jahreszeit. Auch hier eine positive Note 1-, einen kleinen Tick runder müßte es sein.
Verspätetes Frühstück, dafür um so leckerer. Romana-Salat mit mit Senfdressing, gegrilltem Mais und Parmesankrusten-Kotelett. Vorgegarten Mais mit Butter einreiben und ringsum grillen, Kotelett panieren, dazu wird es vorher mehliert und in verquirltes Ei getaucht, bevor es in Semmelbrösel und geriebenen Parmesan gewendet wird. Den Vorgang habe ich wiederholt und immer wieder die Panierung festgedrückt, bevor es in die Pfanne ging. Ist das Kotelett fertig gebraten, wird es in dünne Streifen geschnitten und zum Schluß auf den Salat gelegt. Den Salat hab ich einfach kleingeschnitten, Tomaten und Möhre dazugegeben und mit Pfeffer, Salz und Kräutern ordentlich gewürzt. Für das Dressing hab ich Senf mit Olivenöl, dem Bratfett vom Kotelett und Weißweinessig verrührt, Hammer! In bisschen geriebenen Parmesan noch untergehoben und schön vermischt ging es in eine Schale, darauf kommt noch gekochtes Ei, der gegrillte Mais und die Kotelettstreifen. So geht Salat, damit kann ich leben!
Falscher Hase oder auch einfach Hackbraten, wie auch immer es genannt wird, es ist einfach lecker. Viel verkehrt machen kann man nicht, alles Zutaten, bis auf die Eier und die Würstchen, kommen in eine Schüssel und werden mit dem Hack durchgeknetet, danach fliegt das erste Drittel der Masse in eine gefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Form, Würstchen drauf, das nächste Drittel Fleichmasse und die Eier und danach wird alles mit dem letzten Drittel abgeschlossen. Jetzt geht es ab für eine in den Ofen, bei 200 Grad. Eigentlich sollte es eine Dunkelbiersoße dazu geben, hab ich aber in der Vorfreude einfach mal vergessen, doch der Braten war saftig genug und das Abendessen war ein Genuss, zum Glück!