Kochen ohne Schickimicki, Pilzpfanne wie bei Oma? Klar doch, n bisschen Mehl auf die Pilze, damit sie schön anbräunen und gut in Butter gebraten. Okay, den Klecks Senf konnte ich mir nicht verkneifen, der pimpt aber Omas Pilzpfanne noch einmal heftig!
Kochen am offenen Feuer ist immer was Feines. Mit dem Dutch Oven ist es auch noch vollkommen unkompliziert, anbraten, Brühe dazu, Deckel drauf, nach zwei Stunden nachschauen und fertig. Wenn man dann noch so einen Jaroma-Kohl zur Verfügung hat, wird es einfach fantastisch. Als erstes wanderte aber gemischtes Hack in den Topf, danach den kleingeschnittenen Kohl dazu, als Würze, Pfeffer, Salz, Curry- und Paprikapulver, Kümmel und eine mittelscharfe Chilischote reinschmeißen, immer wieder umrühren, Tomaten und Paprika unterheben, Brühe eingießen, aufkochen, Frischkäse hinzufügen, Deckel drauf und sich auf die Terrasse setzen, Bierchen öffnen, noch eins und noch eins, Deckel abheben, Löffel rein, für gut befinden, umfüllen in einen Edelstahltopf und abkühlen lassen. Jetzt kann man das Mahl portionsweise einfrieren.
Tomaten, müssen weg, die drei Kartoffeln, müssen weg, Paprika, muss weg, Möhren müssen weg, Reis und Rosenkohl auch, kleine Knacker und ne halbe Lende, passt, Knoblauch ist auch noch da, ne milde Chili geht immer, Eier sowieso und Frischkäse macht die Bindung. Das Küchenradio spielt Punkrock, da geht sowieso alles! Im Rhythmus alles würfeln und anbraten, die Tomaten dazu und Wasser drauf. Sind Kartoffeln und Möhren weich, den Frischkäse unterheben und die Eier reinschlagen und sofort verrühren. Okay, schick sieht es nicht aus, sehen Punk-Bands auch eher nicht, doch beides rockt irre gut! Im Grunde genommen ist es eine Schakschuka mit Fleisch und Käse. Ein herrlich sättigender Brei, der seines Gleichen sucht, mein Herz tanzt Pogo!
Warum ein Bier im Volksmund „Lätschenbräu“ genannt wird, kann man wunderbar am Löwenbräu „Oktoberfestbier“ nachempfinden. Okay, man kann es trinken, mehr nicht. Es riecht wie ein Industriebier und das liegt nicht nur an der Dose, es schmeckt auch wie ein Massenprodukt. Bei Klamotten würde man sagen, es ist „KiK“. Ich möchte das nicht auf einem Fest trinken. Note 3-
Ganz ehrlich? Wer braucht Subway? Stehst an, bestellst n Sandwich, verstehst die Tante hinter dem Tresen nicht und bekommst am Ende, was Du nicht wolltest. Selbermachen! Hab ich! Majonäse selbstgemacht, aus Lende kleine Schnitzel zubereitet und Rosenkohl gekocht und die Blätter von diesem abgestreift, Ei gekocht und Käse gerieben, Bacon gegrillt, Paprika geschnitten und Turm gebaut! Genau so wollte ich es wollte! Übrigens, war wieder mein Frühstück, war ne lange Nacht…
Zugegeben, manchmal hab ich sie nicht alle, doch was soll man machen, wenn die Verlockung da ist, ist es auch egal, wie spät es ist. So war es gestern Abend, als ich nach 22.00 Uhr vom Dienst daheim aufschlug und mich Kalbsleber erwartete. Die sah schon roh so herrlich aus, hätte am Liebsten gleich reingebissen. Doch ich konnte mich bremsen und ich wollte schnell etwas Besonderes daraus machen. Ich erinnerte mich an eine Zubereitung, die ich mal irgendwo gesehen habe, als es um Venedig ging. Dort wurden die Zwiebeln angebraten und dann diese mit Weißwein aufgegossen und gekocht, bis der Wein reduziert war. Die Leber wurde in Streifen geschnitten und ohne Mehlieren gebraten. Das tat ich auch. Aber der Reihe nach. Erst die Zwiebeln in Butter anbraten, anstatt Wein habe ich Weißweinessig-Creme genommen und ein wenig verrührt. Zwiebeln aus der Pfanne nehmen, Leberstreifen ringsum anbraten, Zwiebeln wieder dazu, vom Herd nehmen, Pfeffer, Salz und Petersilie dazugeben und verrühren. Natürlich gab es Kartoffelmus dazu. Umwerfend!
So n Garten am Haus ist schon Klasse, gehste raus und erntest das Frühstück! Geil, Tomaten und Bohnen, da strahlt das Herz und sind wir mal ehrlich, gibt es was besseres als Speckbohnen und Ei zum Frühstück? Die kleinen Bohnen hab ich kurz blanchiert und dann zum Speck und den Zwiebel in die Pfanne gegeben. Ei darunter gerührt, zum Schluss die Tomaten dazu, fertig!
Pausenbrot… Wird der Arbeitstag lang, muss man sich kleine Erlebnisse schaffen und genug Energie in den Pausen tanken. Die Wahl fiel auf ein Ciabatta-Brot, welches ich halbierte und die Hälften mit Butter beschmierte und kurz in einer heißen Grillpfanne anröstete. Patties sind ganz normal aus Rinderhackfleisch, die Zwiebelringe paniert und frittiert, Tomate und gegrillter Bacon gehören genauso dazu, wie ein Klecks BBQ-Sauce und Käse. Zur Ergänzung gab es noch ein gekochtes Ei. Alles wird schön aufgetürmt und dann wird das Brot in etwa drei Zentimeter dickenScheiben geschnitten, so kann man sie pausengerecht verpacken und der Rest bleibt frisch. Nach dem Genuss bekommt man auch wieder Lust seinen Verpflichtungen nachzugehen.
Mal wieder eine Variante eines Surf&Turf-Burgers. Ich habe noch einen Rest Graved Lachs gehabt, der machte aus dem „normalen“ Burger ein besonderes Erlebnis. Auf BBQ-Sauce habe ich verzichtet, dafür gab es einen Senf-Meerrettich-Aufstrich und das Patty wurde mit zerlaufenem Harzer-Käse und gegrilltem Bacon vom Lachs getrennt. Glückshormone setzt man da schon beim Anschauen frei und der erste Biss verzaubert einen!
Ich weiß garnicht, wie oft ich Graved Lachs in den letzten Jahren gemacht habe, doch ich weiß, ich werde es immer wieder tun. Es ist einfach zu lecker um es nicht zu machen und es ist recht einfach. Frischen Lachs bereithalten und aus mehreren Sorten Pfeffer, Senfkörnern, Wacholderbeeren, Dill, Salz und Zucker in der Moulinette eine Würzmischung „hacken“. Davon wird ein Drittel auf eine Frischhaltefolie verteilt und der Lachs mit der Hautseite daraufgelegt. Die restliche Mischung kommt jetzt obendrauf und wird etwas eingerieben. Zum Schluss ein paar Tropfen Olivenöl drübergießen und die Folie zusammenklappen und schön verschließen. Jetzt geht es ab in den Kühlschrank. Ich habe den Lachs diesmal etwa 60 Stunden darin gelassen, da wird er etwas dunkler. Immer mal das Paket zwischendurch wenden! Ist es dann soweit und man packt den Lachs aus, wird er kurz unter kaltes Wasser gehalten und die Würzmischung abgespült. Trockentupfen und die Haut abziehen, das ist der nächste Schritt, bevor es dann daran geht, den Lachs in dünne Streifen zu schneiden. Jetzt ist er vielseitig zu verwenden, zum Beispiel heute Morgen mit Spiegelei zum Frühstück. Genauso geht das als Mittagessen mit Kräuternudeln oder zum Abendessen aufs Brot. Schmecken lassen!