Lang Bräu Hell. Ein Bier, dessen Etiketten auf jede gute Weinflasche passen würden. Sehr hellgelb das Helle, man sieht was man trinkt und es riecht wie Wirtshaustheke, es schmeckt wie ein Wirtshauszapfbier, ist dabei sehr leicht und weich und macht so automatisch, dass man vor dem Leeren des Glases gleich das zweite bestellt. Mit der Temperatur muss man ein bisschen experimentieren, acht bis zehn Grad sind zu kalt für das Bier, 12 Grad ist wohl besser, Note 1-
Ingwer-Lendengeschnetzeltes. Mal ein bisschen eine andere Note in ein Geschnetzeltes bringen. Etwas dekadent, eine Schweinelende dazu zu nehmen, doch die musste weg und ist eigentlich optimal dafür. Die Lende kleingeschnitten und in Butter angeschwitzt, dazu langsam Zwiebel, Curry- und Paprikapulver geben, auch die getrockneten Champignons und den getrockneten und gehackten Ingwer, sowie einen ordentlichen Klecks Senf hinzufügen, bisschen braten lassen, einen großen Schluck Weißweinessig reingießen und reduzieren lassen, Zitronensaft darüber verteilen und mit Brühe aufgießen, die etwa ein Drittel reduziert und einen Frischkäse, in den man vorher Meerrettich gerührt hat, unterheben. Koriander und Bärlauch , Pfeffer und Salz dazu und umrühren, noch etwas Speisestärke unterrühren. Aufkochen, Ausschalten und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag gekochte Nudeln dazugeben und nochmal aufkochen. Ein Erlebnis!
Asiatisch angehauchte Nudel-Suppe. Das war neulich mal wieder so ein „Was haben wir denn eigentlich noch da“-Tag. Also Mie-Nudeln, Bacon, Eier, Sojasauce, ne Frühlingszwiebel, getrocknete Champignons und Tomaten, sowie getrockneten Ingwer, Röstzwiebeln, Brühe, Koriander, Knoblauch- und Chiliöl… Klingt das nach Saigon oder Shanghai oder Battambang? Mit ein bisschen Fantasie schon, oder? Auf jeden Fall geht es sehr schnell und ist irre lecker. Eier kochen und den Bacon in der Grillpfanne knusprig braten. Die restlichen Zutaten in einen Topf geben, inklusive der Mie-Nudeln und mit kochendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Alles auf einen Teller geben und mit den gerösteten Zwiebeln bestreuen. Könnte doch nach Bangkok schmecken…
Fladenbrotomelette. Es geht bei mir auch mal ohne Speck, Wurst oder Fleisch, man glaubt es kaum. Aus gerupften Fladenbrot, welches in Butter in der Pfanne angebraten wird, Ei, Milch, Kräutern, wenig Salz, etwas Pfeffer und geriebenen Käse, entsteht innerhalb kürzester Zeit ein traumhaftes Frühstück, welches eine zufrieden in den Tag starten lässt.
Würstchensoße. Mal ganz ehrlich, kann es was besseres geben, als in den Garten zu gehen und anfangen zu ernten? Tomaten, Paprika, Chili und Kräuter, alles wächst so vor sich hin und man braucht nicht lange und man hat die Zutaten zusammen. Dazu noch ein paar Wiener und Zwiebeln anbraten, die gehackten Tomaten, Paprika und Chili dazu, halbe Stunde köcheln lassen und gehackte Kräuter unterheben, ruckzuck fertig!
Krone Pils von Püls-Bräu Weismain. Hach wie wir es lieben, wenn die Urlaubsmitbringsel in Form von Hopfen, Malz und Wasser, verpackt in einer Flasche ausfallen! Klonk und angesetzt, herrlich süffiges „Ich nehm gleich noch eins“-Bier. Hopfig genug für ein Pils, weich und ein bisschen süßlich, so dass es auch in meine Geschmacksrichtung stößt. Note 2+
Weltenburger Kloster Anno 1050. Hach ja, im Biergarten des Klosters saßen wir im Sommer und genossen die Atmosphäre. Ein bisschen davon holt man sich mit dem, nach etwas Apfel schmeckenden, Anno 1050 wieder in Erinnerung. Note 2.
Domkes Usedomer Weisse Sanddorn. Ein leckeres Gesöff aus dem Nordosten der Republik. Es besteht aus 92% Weißbier und 8% Sanddorn, gefühlt ist es genau anders rum. Irgendwie trotzdem scheißelecker, ein Biermischgetränk für Menschen, die gerade keinen Appetit auf Bier haben aber aber doch n Bier trinken wollen, wisst Ihr was wir meinen? Note 1, Eyh Ines, nur eine Flasche?
Königsberger Klopse. Frauen sind manchmal sehr anstrengend, vor allem, wenn es um so nen komischen Thermo-Multikocher für unendlich viel Geld geht, wofür sich jeder normale Mann etwa 35 neue Grills gekauft hätte und auch noch ein Jahr lang Bier abgefallen wäre. Discounter bieten solche Teile auch für einen Bruchteil an. So ganz verstehe ich immer noch nicht, wozu man(n) sowas braucht aber egal. Jedenfalls steht so n Teil in der heimischen Küche und heute wollte ich (unter Druck) doch mal mit helfen. Also Brühe in den Topf, Garaufsatz mit Kartoffeln füllen (macht sie kleiner als ich), Zwischenboden einlegen und Gehackteskugeln auflegen, Deckel drauf und das Gerät auf 100 Grad und eine Stunde stellen. Raus gehen, ein zwei Bier trinken und mal nachschauen. Die Kartoffeln testen ob sie fast weich sind, wenn ja, Mehl, Butter, Milch und Zitrone dazugeben und fünf Minuten bei 100 Grad fertig stellen. Nun die Kapern dazu geben und für 10 Sekunden auf der Zerkleinerungsstufe drehen lassen. Jetzt sind wir richtig fertig, Klopse auf den Teller, Kartoffeln dazu (sehen ein bisschen wie Großküche aus, passt also zum alten Schulessen), Soße drübergießen und etwas gehackte Petersilie darüber verstreuen. Merkt Ihr gerade was, kein Salz an Soße und Kartoffeln. Und jetzt kommt’s, den Sinn solcher Teile verstehe ich als Mann wahrscheinlich nie, das Ganze hätte ich in der Hälfte der Zeit im Topf auch hinbekommen, doch der Geschmack ist sensationell, wie früher! Sofort saß ich wieder im Speiseraum meiner alten Schule.
Bamberger Herren Pils. Feinherb im Antrunk, Apfelbier am Gaumen und feinherber Abgang. Angenehmes Pils für ein Hell-Trinker, aus der Flasche hat es einen etwas „männlicheren“ Touch, da will man mit Freunden auf nem Baumstamm sitzen und sinnfrei ins Lagerfeuer starren. Als Pils eine Note 2, als Bier für uns eine Note 2-. Muss mal hier so trennen, denn die Bamberger können ja echt nichts dafür, dass uns ein Hell mehr liegt.